Archive for the ‘Linux/ UNIX’ Category

Twitter auf der Konsole – Twitter für Alarmmeldungen nutzen

Monday, January 9th, 2012

Grundsätzlich scheint sich ja in der IT-nerdigen und vor allem Sozial-netzwerkenden Welt Twitter etabliert zu haben. Ob man nun jeden SchXXXX twittern muss um seine Mitwelt mit häufig sinnfreien Meldungen zu unterhalten belästigen sei dahingestellt. Man kann Twitter aber auch für sinnvolle Dinge nutzen.
Hat man sowieso all seine Endgeräte, Smartphones usw mit Twitter-Clients versehen und empfängt auf all diesen neue Nachrichten, so kann man sicherlich auch hierfür einen Gebrauch machen. Statusmeldungen (“um Hilfe rufen”) von Servern, über verpasste Anrufe oder über erkannte Aktivitäten der Überwachungskamera informiert werden.
Ein Client, der auch auf der Konsole hervorragend funktioniert und mit dem somit recht einfach Skripte realisiert werden können ist twidge.

Unter (debianartigen) Linux Versionen einfach ein

Shell #> sudo apt-get install twidge

durchführen und aus den Repositorys den Client installieren.

Zur Ersteinrichtung muss nun auf der Konsole twidge setup aufgerufen werden. Hierbei werden ein paar Fragen zum zu verwendenden Twitter Accountnamen gestellt und über die API eine Verknüpfung zwischen dem zu konfigurierenden Account und dem Client hergestellt. Eine Identifier-URL wird auf der Konsole angezeigt, die über einen Browser aufgerufen werden muss. Nun erhält man auf der Twitter Seite eine mehrstellige Zahl, welche in die twidge-Setuproutine eingeben werden muss. Danach kann der Client auf der Konsole genutzt werden. Der Client ist somit bei Twitter “freigeschaltet”.

Ob das nun soweit funktioniert kann man ganz einfach testen und schickt sich einfach mal selber eine Direktnachricht:

Shell #> twidge dmsend eigenerTwitterName “Irgendeine Nachricht als Test”
(Beim Twitternamen wird das sonst gebräuchliche ‘@’ einfach weggelassen.)

Man sollte nun binnen kürzester Zeit eine Direktnachricht mit dem angegebenen Text erhalten.

Twidge bietet so einige Funktionen, die ein Twitter Client mit sich bringt: Nachrichten senden, Follower anzeigen, jemanden blocken, unblocken, jemandem folgen, unfolgen usw.

Shell:~$ twidge lscommands
All available commands:
Name      Description
——————– ——————————————————-
dmsend             Send direct message
block                  Start blocking someone
follow             Start following someone
lsarchive       List recent status updates you posted yourself
lscommands         Display a list of all available commands
lsdm         List recent direct messages to you
lsdmarchive         List recent direct messages you sent
lsblocking         List people you are blocking
lsfollowers         List people that follow you
lsfollowing         List people you are following
lsrecent         List recent updates from those you follow
lsreplies         List recent replies to you
lsrt         List recent retweets from those you follow
lsrtarchive         List recent retweets you made yourself
lsrtreplies         List others’ retweets of your statuses
setup         Interactively configure twidge for first-time use
unblock         Stop blocking someone
unfollow         Stop following someone
update         Update your status


Einige scheinen den Client so zu nutzen, dass er die Meldungen als Statusmeldungen/ -änderungen (twidge update) verschickt und alle Follower diese dann verfolgen können. Ob man das so handhaben möchte oder einfach nur wichtige Nachrichten an seinen eigenen Account schicken mag, sei nun jedem selber überlassen…


Eingearbeitet in ein paar Skripte ergeben sich interessante Möglichkeiten. Wie schon anfangs erwähnt kann man sich nun Skripte erstellen, welche einen über besondere Vorkommnisse informieren. Schnell und einfach seinen Server “Meldung machen” lassen, spezielle Ereignisse melden usw. Einfach viele Möglichkeiten, die sich ergeben.
Damit bekommt Twitter ja doch noch einen Sinn ;-)


eCryptfs Bug in Ubuntu – syslog vollmüllen mit “Valid eCryptfs headers not found in file header”

Sunday, January 8th, 2012

Man wundert sich ja manchmal schon, was die Platte so alles vollmüllt… Hat man genug Platz und achtet nicht sonderlich auf ein paar MB, GB usw. ist auf einmal ein Device voll. Und das war nun /var. Extra als eigene Partition angelegt, um das restliche System nicht zu stören. Hat es auch nicht, nun ist aber der verbliebene Rest auf wenige zig MB geschrumpft. Und noch während ich auf der Suche war waren auch die letzten MBs weg. Gesamte Partition zu 100% belegt. Der komplette freie Platz verschwunden.
Nur wohin?
Kurzerhand war /var/log/syslog als Übeltäter identifiziert. Mehrere 100MB groß und mit Unmengen an Loggingeinträgen, die auch in dmesg zu finden sind. Jede Sekunde mehrere Einträge, die sich immer wiederholten….

kernel: Valid eCryptfs headers not found in file header region or xattr region
kernel: Either the lower file is not in a valid eCryptfs format, or the key could not be retrieved. Plaintext passthrough mode is not enabled; returning -EIO

Also mal Google befragt, was das so sein könnte. Ergebnis: Wohl ein lange gepflegter Bug. So richtig voran kommen die wohl nicht, der existiert auch schon seit einigen Release-Versionen (und damit seit JAHREN! ;-( ). Ideen zur Behebung der Meldungen gibt es viele, ebenso Vermutungen. Bei dem Einen ist es das .Skype Verzeichnis, beim Nächsten was anderes. So richtig einheitlich ist es alles nicht.


  Lösungsmöglichkeiten?

  Wohl wenige. Nun ja, eigentlich sollte das lieber mal im Kernel gefixt werden. Es scheint ja ein generelles Ubuntu-Problem seit einigen Jahren zu sein. Da man aber nun nicht unbedingt seinen eigenen Kernel bauen möchte und lieber im normalen Release-Tree von Ubuntu bleibt also eher die Holzhammer-Methode. Frei nach dem Motto “bist du nicht willig, so nutze ich Gewalt…”. Man sollte gut drüber nachdenken, ob man das nun macht oder vll. lieber nicht. Mir ist das aufgeräumte Log, welches sich nicht binnen Minuten um zig MB erweitert, lieber. Also schnell mal alle Dateien, die “nur so da sind” und keinen Speicher verbrauchen suchen:

Shell #> find /home/$USER/ -xdev -size 0c -exec ls '{}' \;

Das war bei mir eine recht beträchtliche Anzahl. Ob nun diese Dateien alle verantwortlich sind oder nur einzelne, egal. Weg mit denen. Zur Not hat man ja ein Backup ;-)

Shell #> find /home/$USER/ -xdev -size 0c -exec rm '{}' \;
(Achtung: Erst denken, dann tippen. KEINE Gewähr. Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich!)


Danach war’s ruhig im Log. Dmesg und syslog zeigten keine Meldungen mehr. Auch nach mehrfachen Reboots war nichts mehr von den Auswirkungen des Bugs zu sehen.

Man kann natürlich darüber streiten, ob es der richtige Weg ist, einfach reinzuschlagen und so für Ruhe im System zu sorgen. Aber manchmal hilft (schon aus Zeitgründen) nur der harte Weg……
Trotzdem würde ich mich natürlich freuen, demnächst mal eine Lösung dafür zu sehen. Haaaaaalloooo, Ubuntu?!


seine Webcam als Überwachungskamera nutzen

Tuesday, October 18th, 2011

Sicherlich hat der ein oder andere schon mal drüber nachgedacht, seine in der Schublade befindliche (ausrangierte) Webcam für eine sinnvolle Aufgabe zu nutzen. Auch mir ist der Nutzen einer in der Schublade liegenden Kamera zu gering. Also einmal ein wenig überlegt und die Kamera spaßeshalber zur “Überwachungskamera” umfunktioniert. Im ersten Schritt einfach nur als Streamingkamera, um beispielsweise auf seinem Rechner das Kamerabild ansehen zu können. Der zweite Schritt (Update folgt…) erweitert die Funktion um eine Kamera mit Bewegungsmeldung, welche bei erkannter Bewegung Aktionen (beispielsweise Ausführung eines Skriptes, Verschicken einer eMail oder SMS) auslösen kann. (more…)

Datenabgleich mit rsync zwischen einem FTP Server und seinem (lokalen) Rechner

Thursday, September 29th, 2011

Zugriff auf Speicher eines FTP Server ist schnell und einfach zu bekommen. Meist gibt es für wenige Euro bei Hostern eine Unmenge an Speicher gleich zum Webpaket hinzu. Nur wenige bieten (leider) Zugriff auch über andere Protokolle wie beispielsweise rsync geschweige denn über verschlüsselte Verbindungen wie SSH an. Möchte man den FTP Speicher trotzdem nutzen, so muss man sich anderweitig behelfen.
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SFTP Benutzer chrooten – Oder wie man Benutzer zur sicheren Datenübertragung einsperrt

Wednesday, August 17th, 2011

Zugriff auf Daten per FTP herstellen ist einfach, aber in den meisten Fällen sehr unsicher. Der Datenverkehr lässt sich “abhören”, Benutzername und Passwort werden im Klartext übertragen. Sicherer ist die Verbindung per SFTP, welche über eine SSH Verbindung hergestellt wird. Somit ist die Übertragung verschlüsselt und nicht mitlesbar.
Die einfachste Variante ist direkt gegeben: Jeder Benutzer auf dem Linux/UNIX System, der auch eine Shell hat, kann eine Verbindung per SFTP herstellen. Das ist bequem und einfach, will man aber nicht unbedingt. Damit wäre quasi das komplette System für jeden offen und alle Daten könnten mehr oder weniger einfach eingesehen werden. Für normale Nutzer des Systems ist das OK. Aber für Benutzer, die einzig und allein Daten hoch- oder auch runterladen sollen ist das eigentlich schon zu viel. Sei es, dass man mehreren unterschiedlichen Benutzern einen eigenen Datenspeicher anbieten möchte (z.B. für Webhosting unterschiedlicher Seiten). Man möchte natürlich nur, dass jeder seinen Datenbereich einsehen und nutzen kann. Hierzu ist das “Chrooten” eines Benutzeraccounts sinnvoll.
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Ein Android in der Apfelwelt – Erste Eindrücke

Friday, July 8th, 2011

Ich möchte ja nicht als engstirniger Apple-Anhänger verschrien werden, der nichts neben sein iPhone, Mac & Co. lässt… Daher nun ein Versuch, auch in der “anderen Welt” neben Apple Fuß zu fassen: In der Android Welt.
Android. Googles Betriebssystem für Smartphones. Auf Linux basierend, nicht wirklich OpenSource, aber zumindest freier als das mit goldenen Handschellen versehene iOS von Apple.
Ich versuche hier nun einmal zwei Geräte gegeneinander zu stellen, die grundsätzlich keine all zu großen Unterschiede in der technischen Ausstattung haben: Ein iPhone 3GS mit aktuellem iOS 4.3.3 und ein HTC Desire S mit Android 2.3.3 (aktuelle: 2′er Version: 2.3.4). (more…)

FritzBox NAS am Linux Rechner nutzen

Wednesday, May 4th, 2011

  FritzNAS? FritzWas?

NAS heißt “Network Attached Storage“. Das bedeutet im Klartext nur so viel wie “über Netzwerk angeschlossener Speicher”. In welchem Format und welches Protokoll (Samba, CIFS, NFS, AFP usw.) genutzt wird, ist hiermit noch nicht gesagt. Klar ist nur, dass der Speicher über Netzwerk erreichbar und von (mehreren gleichzeitig) Clients genutzt werden kann.

Die FritzBox’en bieten seit einiger Zeit eine einfache, aber ganz gute (leider mit JAVA Applet verseuchte) Oberfläche, mit der man per Webbrowser auf die auf einem an der FB angeschlossenen USB Stick oder Platte befindlichen Daten zugreifen kann. Hierdrüber hat man einen recht einfachen und komfortablen Zugriff auf diese Daten, kann diese herunterladen, neue abspeichern, ansehen usw. Dateien kann man sich direkt hierdrüber ansehen, mit Drag&drop Dateien hoch- bzw. herunterladen. (more…)

HTTP Zugriffe für bestimmte IPs, ganze Netze oder Hostnamen sperren

Friday, April 8th, 2011

  Wieso sollte man überhaupt filtern wollen?

Betreibt man seinen eigenen Webserver oder ein Blog mit Kommentarmöglichkeit, so sollte man sich nicht über die mitunter vielen Zugriffe wundern, die einem nichts Gutes wollen. Zugriffe von verseuchten Rechnern zum Testen auf (fehlerhafte) Softwareinstallationen, Passworttests und sonstige Skriptingaktivitäten.
Kommentare in Blogs werden mit Kommentarspam verseucht. Es hilft scheinbar auch wenig, Captcha im mittleren Schwierigkeitsgrad einzubauen. Diese Stufe bietet zwar einen guten Kompromiss zwischen Bedienbarkeit-/ Nutzbarkeit und der Abwehr automatischer SPAM Bots, reicht aber trotzdem nicht aus. Nun könnte man anfangen, über re-Captcha oder die Änderung in einen schwierigeren Grad nachzudenken.
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Sein Home Verzeichnis unter Ubuntu Linux nachträglich verschlüsseln

Sunday, March 6th, 2011

Hat man sein Homeverzeichnis schon eine längere Zeit und bisher noch nicht verschlüsselt, dann ist jetzt der richtige Moment, über Verschlüsselung nachzudenken.
Warum?
Verschlüsselung hat ersteinmal nichts mit übertriebener Paranoia zu tun. Vielmehr sollte man sich überlegen, ob man seine Daten im schlimmsten Falle unverschlüsselt anderen “zur Verfügung” stellen möchte.
Man denkt sich nun sicherlich: Mir passiert das nicht. Aber gerade dann schlägt Murphy zu. Als Beispiel: Man ist mit der Bahn unterwegs, hat seinen Laptop dabei. Nicht selten geht der Laptop danach einen anderen Weg als man selbst…. Oder ein Einbruch: Laptop, externe Festplatten usw. sind weg. Alle Daten unverschlüsselt. Schnell ist der Rechner/ Laptop weg, die eigenen Daten sind unverschlüsselt im Homeverzeichnis. Natürlich hat man seine wichtigen Daten in Truecrypt-Containern sicher verschlüsselt. Aber nicht alle: Chatprotokolle, eMails im Klartext (hat sich jemand mal im Homeverzeichnis tiefer in .thunberbird gegraben??? wirklich nicht schön dort….), Notizen usw. befinden sich alle unverschlüsselt auf der Festplatte.
Beispiele gibt es also genug. Will man das wirklich im schlimmsten Falle selber erleben?
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FritzBox: Routing seines Internetverkehrs über seinen OpenVPN Server ins Internet

Saturday, March 5th, 2011

  Warum dieser Blogpost?

  Weil mich dieses Thema die letzten Tage beschäftigt hat. Und wie ich sehen konnte scheint es zum Einen nicht ganz trivial zu sein, zum Anderen wurde ich von jemandem angesprochen, ihm bei der Lösung (s)eines Problems zu helfen.
Gibt man sich also im allumfassenden Netz auf die Suche nach einer hoffentlich brauchbaren und verständlichen Anleitung, die es einem mehr oder weniger Schritt-für-Schritt erklärt, so wird man (zumindest ich) nicht so leicht fündig…. Und damit nun ein für alle Male eine Anleitung brauchbar im Netz verfügbar (und auch für mich nachlesbar ;-) ) steht hier die Anleitung, wie man seinen kompletten Internetverkehr über seine FritzBox über einen OpenVPN Tunnel zu einem OpenVPN Server und von dort frei und ungefiltert ins Internet bekommt.
Wozu denn dieses mag man sich fragen? Warum der Aufwand, die FritzBox macht doch Internet ohne Probleme? Was bringt es mir, wenn ich alles noch zusätzlich über den OpenVPN Server laufen lasse, verringert doch unter Umständen die Performance usw.?
Erste Antwort: Weil ich es kann. Zweite und sinnvolllere Antwort ist wohl die, dass es unter Umständen den Bedarf gibt, seine FritzBox nicht direkt mit dem Internet verbinden zu wollen oder zu können. Oder man hat bestimmte Dienste, die es erforderlich machen, über den VPN Tunnel zu gelangen.


  Zweck und Ziel dieses Projekts

  Dieser Blogpost ist dazu gedacht, seine FritzBox in der Art und Weise abzuändern, dass der gesamte Internetverkehr über einen VPN Tunnel zum OpenVPN Tunnel Endpunkt geroutet wird. Hier findet kein split-tunneling statt, alles soll durch den Tunnel geroutet werden. Alle Datenpakete, die die FritzBox verlassen sind verschlüsselt und kennen nur den einen Weg: Über den OpevnVPN Tunnel zum Server. Keine unverschlüsselten Datenpakete sollen außerhalb des Tunnels vorbei gehen (können).

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