Archive for March, 2009

Verschlüsselung mit Truecrypt Containern

Sunday, March 22nd, 2009

Truecrypt ist ein OpenSource Verschlüsselungsprogramm, mit dem man per Container (oder auch die gesamte Partition) Daten verschlüsseln kann. Es gibt fertige Binarys für Linux, MacOS und auch Windows.
Einfach unter http://www.truecrypt.org/downloads herunterladen, installieren, einrichten, fertig.
In Langform: Das heruntergelade .tar.gz Verzeichnis (hier: aktuelle Version 6.1a truecrypt-6.1a-ubuntu-x86.tar.gz) in einer Konsole mit
      tar -xvzf truecrypt-6.1a-ubuntu-x86.tar.gz
entpacken. Heraus kommt ein ausführbares Skript. Aufrufen in der Konsole als root. Mit sudo ./truecrypt-6.1a-ubuntu-x86.tar.gz kam zwar der Ubuntu Installer hoch, hat die Beschreibung korrekt angezeigt…. aber dann bei rund 80% nicht mehr weiter gemacht.
Damit kommt eine Abfrage-geführte Installation: Wir wählen 1 (Installation; 2 ist entpacken als .deb Verzeichnis). Danach noch den Lizenztext durchlesen, mit yes bestätigen und fertig installiert.
Aufruf aus der Konsole mit truecrypt. Hierzu gibt es noch eine ganz passable GUI, mit der sich die Container gut verwalten, als “Festplatte” mounten lassen usw.
Nach der Erstinstallation muss noch ein Container angelegt werden. Auswahl von AES, 512bit ist eine gute Wahl.
Sobald der Container mit entsprechender Größenauswahl und dem Dateisystem erstellt wurde, kann dieser ausgewählt und gemountet werden. Er wird als “Festplatte” im System gemountet und kann direkt genutzt werden. Die Lese-/ Schreibzugriffe laufen transparent durch Truecrypt.
Ein Nachteil hat die ganze Geschichte natürlich: Kleinste Änderungen am Container (Daten werden verändert, hinzugefügt oder gelöscht) sorgen dafür, dass sich der gesamte Container verändert. Damit ist natürlich eine Sicherung des Containers immer genau so groß, wie der Container selbst. Eine differenzierte Sicherung nur der Änderungen (z.B. mit rsync und Vergleich der Dateien Quelle <=> Ziel) kann nicht gemacht werden, es muss/ wird immer der gesamte Container gesichert. Ist bei einer Containerdatei von wenigen hundert MB im lokalen Netz nicht dramatisch. Aber bei einer GB großen Datei und Sicherung auf einen Remote-Host kann das schon lästig werden.

Noch offene Frage: Was passiert, wenn die Container-Datei korrupt ist, d.h. eine Beschädigung statt gefunden hat. Kann Truecrypt damit umgehen? Erkennt Truecrypt das und repariert dieses automatisch?
Das werde ich wohl lieber noch mal testen, ehe ich darauf komplett vertraue…

Links:
http://www.truecrypt.org
http://wiki.ubuntuusers.de/TrueCrypt
http://www.howtoforge.com/truecrypt-with-gui-on-ubuntu-7.10 (nicht ganz aktuell, aber passt noch immer)

Weltkarte gratis…

Saturday, March 21st, 2009

United Domains bietet in einer Blogger-Aktion eine Weltkarte gratis an. Einfach einen kleinen Bericht über die Aktion verfassen, den Link des Blogeintrages an UD mailen und gratis die Karte erhalten.
Weitere Details unter http://www.domain-karte.de/.

Desktop Switching in Gnome

Saturday, March 21st, 2009

Gnome wird standardmäßig mit zwei Arbeitsflächen (neudeutsch: Workspaces) ausgeliefert. Ein Hinzufügen über den “Arbeitsflächenumschalter” bringt, zumindest mit der Maus auswählbare, weitere Arbeitsflächen.
Aber die Shortcuts zum Wechsel der Arbeitsflächen stehen in den Einstellungen der Tastenkombinationen nicht zur Verfügung. Man kann dort nur für die “normalen” zwei Arbeitsflächen eine Tastenkombination anlegen.
Derzeit (Ubuntu Jaunty (Release-Candidate, unstable)) gibt’s da wohl noch einen Bug, der sich händisch beheben lässt.

Wie wird die Anzahl der Arbeitsflächen in Metacity konfiguriert?
1. Den “Ausführdialog” mit Alt+F2 (oder anderer Kombi) aufrufen.
2. gconf-editor eingeben und bestätigen.
3. In der linken Baumstruktur zu apps->metacity->general wechseln
4. Rechts sind nun verschiedene Unterpunkte aufgeführt
5. Auswahl von num_workspaces, Standard sollte hier bei 2 sein. Ändern auf die gewünschte Anzahl.
6. Verlassen des Konfigurations-Editors.
7. Nun kann über die Systemeinstellungen System -> Einstellungen -> Tastenkombinationen für die zwei “neuen” Arbeitsflächen eine Tastenkombination vergeben werden.
Warum dieses nun nicht mehr automatisch funktioniert, ist verwunderlich. Bisher konnte durch den Arbeitsflächenumschalter die Anzahl vergeben werden, diese wurden automatisch den Tastenkombinationen hinzugefügt… Aber, es ist ja auch noch kein offizielles Release.

Scheisse, ist das warm…

Saturday, March 14th, 2009

Vom kalten und grauen Norden in die Sonne. Welch Unterschied das macht…
Allerdings sollte man sich in alten und historischen Orten nicht nur Strassennamen seines Auto-Abstellplatzes merken. GPS Koordinaten wären seehr hilfreich…
So konnte man noch mal ausführlich den Ort bewundern ;-)

Und wichtig: Offene WLAN Netze in ausreichender Anzahl ;-)

Und nun sind es schon 25 Grad gewesen…

Ganz interessante Geschichte: Dinge, die in Deutschland erlaubt (und sogar vorgeschrieben) sind, muessen nicht ueberall gut sein. Headset (schnurgebunden) vom Handy sollte man lieber nicht nutzen. Kostet sonst lustige 105€ (!!!) und drei Punkte… :-(

Festplatten/ USB Sticks verschlüsseln

Monday, March 9th, 2009

Daten auf mobilen Datenträgern sind nur so lange sicher, wie der physikalische Zugriff Unbefugter Personen unterbunden werden kann.
Da dieses niemals ausgeschlossen werden kann, sollte man externe Datenträger, mobile Datenträger (Laptop, Festplatte usw.) mit sensiblen/ privaten Daten verschlüsseln.
Was ist sensibel? Das ist wohl jedem selber überlassen. Mir selbst ist es egal, ob auf meinem Laptop die Systemplatte unverschlüsselt in “böse” Hände gelangt. Aber die Daten, die ich mobil mitnehmen muss, die möchte ich schon gerne unbefugten unzugänglich machen.
Hierzu eignet sich dm-crypt, ein Modul für den Linux Kernel. Die Einrichtung ist eigentlich ganz einfach. Hierzu muss das tool cryptsetup installiert sein. Einfach mit
console# sudo yum install cryptsetup installieren, sollte es noch nicht installiert sein.

Einrichtung am Beispiel einer externen Festplatte, die als /dev/sdc1 im System ist:

Vorarbeit:
Man benötigt einen Kernel mit Unterstützung von aes, dm-crypt und dm-mod. Man kann mit lsmod | grep Modulname prüfen, ob der aufgelistet wird:
console# lsmod | grep aes
aes_i586 15744 4
aes_generic 35880 1 aes_i586

Damit dieses reboot-sicher wird, einfach in der /etc/modules diese Module angeben:
aes
dm-crypt
dm-mod

Mit cryptsetup wird eine Verschlüsselung mit Passwort angelegt. Als Keylänge wird hier 512 (overhead von 256 zu dem AES256) gewählt, Passwort wird zweifach abgefragt:
console# sudo cryptsetup -c aes-xts-plain -y -s 512 luksFormat /dev/sdc1
Statt der Eingabe eines Passwortet lassen sich auch Passwortdateien auswählen. Das erhöht (meistens) die Sicherheit, verringert allerdings die Merkbarkeit.
LUKS bietet noch den Vorteil, mehrere Passwörter speichern zu können. Somit kann man ein sicheres, ausreichend langes Passwort für die tägliche Nutzung einrichten. Sollte man es doch mal vergessen, hat man noch ein sehr langes, noch kryptischeres und schwerer zu merkendes Passwort an einem sicheren Ort aufgehoben.

Nun muss noch mit luksOpen das Device “gestartet” werden, wir geben ihm den Namen “geheimeplatte”:
console# sudo cryptsetup luksOpen /dev/sdc1 geheimeplatte
Zur erstmaligen Nutzung muss noch ein Dateisystem angelegt werden. Hierzu nehmen wir ext3 mit der Option “-m 0″ (no reserved space for root):
console# sudo mkfs.ext3 -m 0 /dev/mapper/geheimeplatte
Nun können wir das verschlüsselte Device mounten und nutzen. Alle Daten werden transparent durch den Devicemapper und dm-crypt verschlüsselt auf die Festplatte geschrieben und von dort gelesen:
console# sudo mount /dev/mapper/geheimeplatte /media/sdc1

Natürlich möchte man irgenwann die gemountete Festplatte abziehen bzw. die Entschlüsselung beenden. Hierzu einfach die Platte unmounten und den Devicemapper stoppen:
console# sudo umount /media/sdc1
console# sudo cryptsetup luksClose geheimeplatte

Versucht man nun, die Platte wieder zu mounten, ohne den Devicemapper gestartet zu haben, erhält man eine Fehlermeldung:
mount: unbekannter Dateisystemtyp „crypto_LUKS“

Neuere Linux-Distributionen haben eine automatische Erkennung des Dateisystems crypto_LUKS und starten die Passwortabfrage automatisch. Wird dieses Passwort nun korrekt eingegeben, bindet das System die Platte automatisch ein und stellt diese zur Verfügung. Allerdings wird hier automatisch ein Platz zum Mounten genommen, nicht der oben genutzte. Man kann über den Befehl mount das entsprechende Ziel erkennen:
/dev/mapper/luks_crypto_irgendeineBuchstabenZahlenkombination on /media/disk type ext3 (rw,nosuid,nodev,uhelper=hal)
Die verschlüsselte Festplattenpartition steht somit als /media/disk im System zur Verfügung und kann genutzt werden.

Statusinfos über das crypto-Device erhält man über

console# sudo cryptsetup status geheimeplatte
/dev/mapper/geheimeplatte is active:
  cipher: aes-xts-plain
  keysize: 512 bits
  device: /dev/sdc1
  offset: 4040 sectors
  size: 156292282 sectors
  mode: read/write

Was man allerdings nie vergessen darf: Auch Verschlüsselung ist nur so sicher, wie der Anwender! Das bedeutet, dass auch hier Schwachstellen bei der Handhabung/ Auswahl von Passwörtern vorliegen können. Weiterhin ist eine Verschlüsselung mit (ausreichend) Aufwand, zu entschlüsseln. Man sollte sich keinen Illusionen hingeben…..

Gute Links mit weiteren Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dm-crypt#Anwendung
http://wiki.archlinux.org/index.php/LUKS_Encrypted_Root
http://ubuntu-tutorials.com/2007/08/17/7-steps-to-an-encrypted-partition-local-or-removable-disk/
http://www.fedorawiki.de/index.php?title=Verschl%C3%BCsselte_Festplatten#Beim_Systemstart_mounten

WordPress Updates

Wednesday, March 4th, 2009

So nett die Funktion mit der automatischen Aktualisierung auch ist. Ohne viel Aufwand wird die Version auf den aktuellen Stand gebracht. Leider werden auch alle Dateien ersetzt, obwohl diese u.U. gar nicht genutzt werden.
So passiert mit der index.php, in welcher noch ein include statt findet. Leider funktionierte das dann irgendwann nicht mehr. Erster Gedanke ging natürlich nicht Richtung Aktualisierung, da der zeitliche Zusammenhang fehlte.
Aber ein Blick in die besagte Datei zeigte, dass der include weg war. Also schnell wieder eingebaut.
Eigentlich ist es verständlich, dass alle Dateien aktualisiert werden. Schön wäre natürlich, wenn ein diff darüber gemacht werden würde.

T-Punkt Odyssee Teil 2

Sunday, March 1st, 2009

Erneut war ich diese Woche mal wieder Kunde im T-Punkt Mega Store. Natürlich nicht, weil ich den Laden und das Angebot so toll finde sondern weil (nun zum zweiten Mal) mein iPhone Headset defekt ist. Es hat, nach einem Tausch im Oktober 2008, die letzten Wochen auf einer Seite die Lautstärke auf knapp über Null gesetzt.
Also mit Quittung unter’m Arm in den Mega Store. Der Verkäuferin das Leid erklärt. Die wollte nun im ersten Step erklären, dass es auf das Zubehör nur ein halbes Jahr Gewährleistung gäbe.
Nach einer Erklärung Unterschied Gewährleistung <=> Garantie und meiner Nachfrage, ob Apple nicht 1 Jahr Garantie böte hat die gute Mitarbeiterin bei Ihrer “Mitarbeiter-Hilfshotline” angerufen und nachgefragt. Ja, man könne das Headset einschicken. Hierzu wollte die gute Mitarbeiterin nur noch ein paaaaar Kleinigkeiten wissen. Mir war ja schon von der Prozedur im Oktober letzten Jahres bekannt, dass der Mitarbeiter nicht nur die (nachvollziehbare) Quittung sowie die Gerätenummer haben wollte. Auch sollte man die IMEI, seine Rufnummer und seinen Ausweis vorlegen. Nun wollte die gute Dame auch noch die Seriennummer der SIM Karte (WAS hat das mit einem Headset zu tun???) wissen. Um langes Diskutieren abzukürzen (nein, sie wollte nicht im System nachsehen, ich sollte doch einfach mal kurz ausbauen) eine Büroklammer genommen und die Karte rausgefummelt. Nun endlich konnte der gesamte Vorgang quasi für sie als erledigt angesehen werden. Ein Vorabaustausch wäre nicht vorgesehen. Headset kommt laut Serviceschein ja auch schon in 2,5 Wochen (!). Macht ja nix, man hört damit ja nur Musik und telefoniert….

Ich rechne einmal zusammen:
– 20 Minuten hat die Mitarbeiterin benötigt, um den ganzen Kram zu bearbeiten,
– das Headset wird von T-Mobile nach Flensburg geschickt
– in Flensburg wird das defekte Headset geprüft. Wir rechnen mal mit zehn Minuten inkl. Schreibkram.
– Das neue Headset wird mir zugeschickt.

Wenn man mal einen (Material-)Preis des Headsets von vll. 1,50 Euro ansetzt, so ist der Aufwand der “Überprüfung” ein wirtschaftlich total unsinniger Weg. Dieser ganze Aufwand, der eigene Aufwand und der “glückliche” Kunde machen das Headset ein vielfaches teurer als es wirklich kostet. Aber es gibt halt einen “vorgegebenen Weg” bei der T-Com….. den muss man halt einhalten. Auch, wenn der total schwachsinnig ist.
Aber immerhin hat sie gemerkt, dass ich langsam immer genervter war. Um mir ein wenig entgegen zu kommen hätte sie die Möglichkeit, mir eine Gutschrift zukommen zu lassen. Aber das ginge natürlich nur, wenn ich einen Festnetz-Telefonanschluss aus dem Hause T-Com hätte. Gut, dass ich den nicht auch noch habe.

Danke T-Mobile. Ich weiß, warum die Kündigung schon vor einiger Zeit abgeschickt wurde…. Man fühlt sich bei solch zuvorkommender Bearbeitung ja richtig gut aufgehoben.

Update 04.03.2009
Mittlerweile habe ich nach nur einer Woche eine SMS erhalten, dass das defekte Gerät geprüft, getauscht und wieder auf dem Weg zu mir ist. Sollte also morgen ankommen…. Und dann geht die nächste T-Koma Aktion los: Ein für diese Zeit gekauftes Headset sollte die Unfähigkeit von T-Koma überbrücken und wird mit Erhalt der Rücklieferung überflüssig. D.h. ich werde mit dem Headset, welches ich neu wieder zurück erhalte, im Original Karton und Quittung in den Laden und will mein Geld zurück. Mal sehen, was dort morgen auf mich zukommt…
/Update
Update II, 06.03.2009
Und ohne viel Murren wurde das Headset (neu) im aufgemachten Karton zurück genommen und das Geld ausgezahlt. Allerdings hat auch diese Aktion wieder mehr als 20 Minuten gedauert. Woran lag’s? Naja, die Kollegin hat an die “Aufseherin” gewartet, die wohl bei Auszahlungen wichtig ist. Da diese Kollegin noch einen Kunden hatte, dauerte es. Und schwupp, hat die gleich den nächsten Kunden rangewunken.
Aber ein wenig warten hat das Geld wieder zurück gebracht.
Viel Aufwand für einen wenige Euro Artikel…
/Update ENDE